Wege gehen - Ziele erreichen
Das Notebook vor Augen
Saturday, April 19, 2008
Heute hat Vater mich geweckt. Ob ich mit nach Bad Schandau komme, wollte er wissen. Bin dann sofort ins Internet, um XXX XXXXX nicht zu verpassen, aber er sendete nicht. Stattdessen überrollte mich bei Lablue ein Fremder: Er wollte wissen, ob ich allein wohne. Hab gelogen: Ich wohne mit meinem Mann, habe ich behauptet und mich sofort zurückgezogen. Das war das erste Mal, dass ich Angst hatte.
Friday, April 18, 2008
Thursday, April 17, 2008
Monday, April 14, 2008
Bernhard hat angerufen. Er ist jetzt umgezogen. Seine neue Hausnummer sagt er nicht. Er habe eine Belagerung in der alten Wohnung hinter sich. Sie sei wahrscheinlich verliebt gewesen.
Die Massage heute tat gut. Direkt nach mir behandelt sie Martin.
Die Massage heute tat gut. Direkt nach mir behandelt sie Martin.
Saturday, April 12, 2008
Nina will Vegetarier werden, scheint es. Mit gegrillten Zucchini zu Schweinesteak und Reis lässt sie sich nicht locken.
Tim würde ich gern das Solebad in Bad Schandau zeigen - Nina muss ja fürs Abi lernen - er hat keine Lust mitzukommen.
So schön der Malerweg ist, er hat keine Schleifen, dass man zum Auto zürückkommt, ohne den gleichen Weg zu gehen. Vielleicht ist Mutter ihn schon gegangen. Vielleicht probiere ich den Caspar-David-Friedrich-Weg mal aus. Zu klettern traue ich mich mit der tauben Hand noch nicht.
Vater reinigt grad die Dachrinnen vom Dachfenster aus, allein. Ich sei ja nicht da, sagt er.
Ich will neues Besteck mit Mutter kaufen, nachdem das IKEA-Plexiglas-Besteck aus dem Leim geht. Aber eins, das nicht rostet.
Thursday, April 10, 2008
Nina Heck war auf meiner Xing-Seite. Ich hatte sie bei "Wer kennt wen?" angesprochen. Morgen koche ich vegetarisch. Brokkoli, Möhren und Pilze mit Ingwer, Honig, Knoblauch und Nüssen. Zwiebeln sind viele dran. Nina und Tim kommen. Nina hat mir die Arbeit für morgen fast abgenommen: Sie hat mir mehrere Neustädter Kneipen genannt, in der Lesungen denkbar sind. Ich brauch nur die Erreichbarkeiten und die Webseiten raussuchen.
Wednesday, April 09, 2008
Sunday, April 06, 2008
Garcia war heute so still. Das tat ein bißchen weh. Nicht so weh wie Tims Schweigen, aber ich hab es gespürt. Dienst nach Vorschrift war das. Lam hat versprochen, mit mir am Samstag eine Wohnung anzusehen. Sie hat mich bis zur Bahn gebracht. Ich hab sie sehr gern. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich sie ständig umarmen. Grad wenn sie wieder Nackenschmerzen hat. Ihr Sohn heißt David und bewegt sich wie Tim. Brennnessel- und Brombeertee hilft gegen Pickel, sagt Lam. Ob das zu spät ist, um bei Tim anzurufen? Ogott, da geht keiner ran. Hab ich es zu lange klingeln lassen? Nina ruft zurück. Sie hat bis jetzt gebacken, weil Martin morgen Geburtstag hat. Nina hat Mathe-Klausur. Sie hat mir versprochen, Brombeertee auf den Einkaufszettel zu schreiben. Mir ist einsam.
Unsere Erde
Dieter sagt, es seien wundervolle Aufnahmen. Zeitraffer-Schwenks über Landschaften, bei denen sich das Laub der Bäume verfärbte, und nachts in einer Elefantenherde, die von Löwen umlauert und attackiert wird.
Saturday, April 05, 2008
Tim sagt, ich mache Druck, wenn ich ihn beim Arizona-Vortrag begleiten will.
Hab für Latein die Lernkartei rausgesucht, mit der ich gepaukt hatte.
Hab für Latein die Lernkartei rausgesucht, mit der ich gepaukt hatte.
Mel hat mich zum Lesen ihres Blogs eingeladen. Als ich ihn abonnieren wollte, stand da, der Nutzer habe mich geblockt. Unter ihren Freunden war einer, dessen Foto mir vertraut ist. Das gab einen Stich. Es ist dieses ewige KommKommGeh. Alles ist schon wieder so beliebig wie der Schauer, der mich überläuft, sobald ich diese Musik höre. Nina und Tim sind vielleicht schon aufgewacht. Hab Lust, die beiden anzurufen. Nein. Keiner geht ran. Offensichtlich schlafen sie noch. Das Maximum an Nähe bleibt diese Musik, die Tim so mag und die mir auch mehr und mehr gefällt. Hab seine Cd einen Monat lang hintereinander weg gehört. 59-mal, sagt das Display. Ich liebe Nina und Tim, ohne es ihnen zeigen zu können, und flüchte mich in meinen Blog, um mich ausheulen zu können. Auszuheulen über jeden, der ihnen näher ist als ich, auszuheulen über den Chat, in den Tim versinkt, sobald er zuhause ist, auszuheulen über diese ewige Distanz zwischen ihm und mir, auszuheulen über die Leere, die ich empfinde, sobald ein Fremder in mein Leben tritt. Und fremd ist mir fast alles. Martina sagt, ich soll Mike Caspers fragen, wer am 12. Juli Dienst hat, um riskante Konfrontationen zu vermeiden. Nachdem Mel mich heute geblockt hat, weiß ich nicht, ob ich überhaupt nach Saarbrücken fahren sollte oder ob ich mir lieber ein Dresdner Studio anschaue, um die gleichen Informationen zu erhalten. Ich habe schon wieder Angst um Nina. Am liebsten würde ich jeden Einzelnen ihrer Atemzüge beobachten und dazu ihren Herzschlag hören.
Friday, April 04, 2008
Die ww production GmbH produziert für VOX "Auf und davon - mein Auslandstagebuch". Nina will dafür kein Protagonist sein.
Thursday, April 03, 2008
Hab Seine Einzigartigkeit entdeckt - den Mann, zu dessen Singsang ich am sichersten eingeschlafen bin: Witzmann drückt sich jetzt an der TU rum.
Kollege Rosch spielt Summer moved on von AHa. Bei MyFlirt habe ich einen netten 58-Jährigen getroffen.
Wednesday, April 02, 2008
Tuesday, April 01, 2008
Was das Tolle an den SR1-Monitoren ist? Eine Zeitlang
hatte ich das Gefühl, das, was bei mir auf dem Monitor
zu sehen ist, sei auch auf dem Internetmonitor im
Studio zu sehen. Wenn zwei die gleiche Seite sehen,
passiert in den seltensten Fällen Erwartetes. Trotzdem
baute sich für mich scheinbar so etwas wie
Kommunikation auf. Um die auf ihren realen Gehalt zu
hinterfragen, will ich die Monitore sehen.
Vor ein paar Jahren fand ich den Blick von Hendrik Hey
(RTL2) so bezwingend, dass ich sehen wollte, was er bei
den Studioaufnahmen sieht. In einem Praktikum vor Ort
lernte ich dann das Studio und Hendrik Hey kennen. Bis
dahin hatte ich oft den Eindruck, er schaut aus meinem
Fernseher in den Raum. Wie bei einem Foto, auf dem der Porträtierte direkt in die Kamera sieht.
So viel zur Diskrepanz zwischen Wahrgenommenem
und machbarer Recherche.
hatte ich das Gefühl, das, was bei mir auf dem Monitor
zu sehen ist, sei auch auf dem Internetmonitor im
Studio zu sehen. Wenn zwei die gleiche Seite sehen,
passiert in den seltensten Fällen Erwartetes. Trotzdem
baute sich für mich scheinbar so etwas wie
Kommunikation auf. Um die auf ihren realen Gehalt zu
hinterfragen, will ich die Monitore sehen.
Vor ein paar Jahren fand ich den Blick von Hendrik Hey
(RTL2) so bezwingend, dass ich sehen wollte, was er bei
den Studioaufnahmen sieht. In einem Praktikum vor Ort
lernte ich dann das Studio und Hendrik Hey kennen. Bis
dahin hatte ich oft den Eindruck, er schaut aus meinem
Fernseher in den Raum. Wie bei einem Foto, auf dem der Porträtierte direkt in die Kamera sieht.
So viel zur Diskrepanz zwischen Wahrgenommenem
und machbarer Recherche.
Geschlossene
Wer bockt, bleibt, war der Slogan. Damit das alles seine Ordnung hatte, kam ein Richter vorbei, grinste dich an und bestätigte die Entscheidung: Wer bockt, bleibt.
eigentlich schade, dass du tot bist
Und ich war dir am Telefon nah wie nie im »realen« Leben. Hab dich atmen gehört und mich ins Auto gesetzt, um dich noch einmal zu sehen. Irgendetwas Dramatisches musste passiert sein. Das war kein Atmen mehr, nur noch ein Röcheln. Kaum war ich bei dir, schien alles endlos viel Zeit zu haben. Die Lethargie der Anderen holte mich ein. Und dann sah ich die Totmacherin. Buchtelsuppe war ihre Mordwaffe. Die schüttete sie dir direkt in die Luftröhre. Lungenmetastasen behauptete der Chefarzt dann im Röntgenbild zu sehen. Ich hab mich sofort in der Geschlossenen gesehen und hatte keinen Mut einzugreifen. Telefon verbindet, grad bei Alzheimer. Diese verdammte Wortlosigkeit, die jede Berührung zum Krieg werden lässt. Hab mich wie ein Beerdigungstourist gefühlt, der ein paar Stunden zu früh dran war.
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