Wege gehen - Ziele erreichen
Das Notebook vor Augen
Friday, May 23, 2008
Bedrückt
Ich wirke bedrückt, sagt Reimund - übergewichtig und verschuldet. Ich träume von XXX XXXXX, sobald ich wach bin. Letzte Nacht hab ich von der Wohnung neben Haus Hohen Eichen geträumt. Nina war klein und turnte am Fenster. Der neue Besitzer strich die Wände statt zitronengelb mit marineblauen Streifen in Sonnenuntergangsfarben, melancholisch. Nachher kommt Bernd. XXX XXXXX sendet heute Mittag. Es ist das erste Mal diese Woche, dass ich ihn hören kann. Wenn Sehnsucht verbindet, müsste er mich lieben. Hab Gänsehaut. Heute Abend ist meine erste Sendung. Nächste Woche wird das Studio umgebaut. Ich hab angeboten, dass ich das Praktikum unterbreche. Andree sagt, dass das nicht nötig ist und dass ich abends arbeiten kann, wenn das Studio leer ist. Peroxide hat mir eine Seite zum Slack-Material gemailt.
Wednesday, May 21, 2008
Nähe
eigentlich ist sie nett. aber dass sie ihre brüste grad in augenhöhe vor dem chefsekretariat in überlebensgröße präsentieren musste, fand ich divenmäßig.
Monday, May 19, 2008
Wegen Fabrikkauf.com mache ich einen Screenshot von der Anmeldeseite und kündige die Mitgliedschaft. Es gibt inzwischen jede Menge Urteile zu Seiten, die die Kostenpflicht der Mitgliedschaft nur unklar und nicht eindeutig anzeigen. Versteckt im Klein bzw. Kleinstgedruckten gilt nicht. Es muß vor der Anmeldung ganz klar sein, das es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.
Sunday, May 18, 2008
Saturday, May 17, 2008
Ich komme grad von einem Philia-Konzert. Es war extrem laut. So laut, dass ich Angst um Tim hatte, der neben mir stand. Ich konnte ihn aber nicht zwingen zu gehen. Ich höre mir Franz lieber auf CD an, da kann ich die Lautstärke runterregeln. Tim hatte seinen Freund Flo dabei. Die beiden wollen auch eine Band gründen. Hab Franz angeboten, dass ich seine CD Jan Garcia schicke, damit der sie in seiner Sonntagssendung vorstellt. Verdammt, es war so laut, dass ich keine Melodie ausmachen konnte. Außerdem waren lauter komische schwarze Vögel in Latex und Spitze da, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Radio ist überschaubarer als so ein Konzert.
Hab alle Schulen in der Umgebung angeschrieben, ob ich dort Volleyball spielen kann, aber noch nicht von allen Antworten bekommen. Bin gespannt, was das Sportamt zu Slackplaces in Dresden antwortet. Der Striesener Streetworker hat an den Herman-Seidel-Park gedacht. Ich hab Lust, mir eine Slackline zu kaufen. Morgen borge ich mir Tims Einrad und bringe ihm im Gegenzug ein Buch zum vegetarischen Grillen im Garten mit, da ich in der Backröhre sowieso nicht alleine grille. Der Striesener Streetworker hat mir mehrere Proberäume in Striesen genannt. Ich bin gespannt, ob es irgendwo klappt: "Einen Proberaum gibt es im selbstverwalteten Jugendtreff A19 (Augsburger Str. 30)", das ist auf dem Gelände, wo sich auch das Büro der Straßensozialarbeiter befindet. "Sonst Können Bands wohl noch im Jugendhaus East End (Löwenhainer Straße 33) oder in der Schieferburg (Liebstädter Str. 29) proben. Inwiefern dort Proberäume vorhanden sind, kann ich jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Es gibt auch noch einen Jugendtreff vom CVJM (Schandauer Straße 60)", sagt Sascha Rusch, der Striesener Streetworker. Thomas Rosch ist heute gar nicht zu hören. Gestern hat er extra angekündigt, dass er als eingefleischter Bayern-Fan von München aus senden will. Oliver Kahn hat ja heute sein letztes Spiel. Rosch, Rusch, Slackplaces, Proberäume ... Nix Rosch - der scheint dort nur als Zuschauer zu sein, tja. OK, nach Spielende ruft Daniel Simarro Thomas Rosch an: Der saß in der fünften Reihe im Konfetti-Regen und bestaunte die Bayern aus der Nähe.
Hab die Zusage für mein erstes Interview: Jeff Smart alias Wolf Papadopulus. Als ich ihm gesagt hab, dass wir eine Stunde senden können, hat er sofort nach dem Konzept gefragt. "Sonst entstehen peinliche Pausen", sagt er. 45 Minuten Musik im Stück stellt er zusammen und drei Fünf-Minuten-Portionen. Am Mittwoch sprechen wir alles durch und haben schon das Aufnahmegerät dabei. Big Brother, grins. Ich weiß noch überhaupt nichts von ihm, nur das, was er auf MySpace hinterlegt hat. http://www.myspace.com/jeffsmart - hab also viel Raum für Neugier. Vielleicht höre ich bis dahin nochmal bei Christian Thees rein, um Strukturen zu erkennen. Aber die Kombination von Live und Aufzeichnung müsste sicher genug sein. In Wolfs Biografie möchte ich stöbern und in seinen Visionen. Wenn ich dann noch frage, was ihn an Dresden fasziniert und was ihn stört, wo er sich besonders wohl fühlt und wer seine engsten Partner in der Stadt sind, habe ich wahrscheinlich mehr als genug Struktur und muss aufpassen, dass es nicht zu starr wird. Das wird ein Sprung: Von der aufgezeichneten Straßenumfrage für die Sächsische Zeitung zur Live-Übertragung aus DEM Studio. Ich freue mich. Wahrscheinlich werde ich Wolf auch noch fragen, was ihn an dem Computerspiel http://www.c64-wiki.de/images/6/6a/Clever&Smart_Animation1.gif fasziniert. Mal sehen, wie viel Zeit bleibt. Schade, dass auddite http://auddite.de/ noch keine Community hat. Dann hätte das Interview eine Aura. Bin gespannt, ob der Counter mehr als einen Hörer verzeichnet. Es ist alles so irrational: Der Aufstand vor Ort und die fehlende Rückkopplung. Da ist ohne Community nur wenig sofort zu spüren. Es muss ja nicht gleich ein Chat sein, obwohl der bei einem doppeltbesetzten Mikrofon bestimmt auch witzig wäre. http://dd-radio.com/ macht das so. Jedenfalls vor drei Monaten, als ich mal länger rein gehört hatte, war das so. Klaus erzählte, dass er bei einem Quiz keinen einzigen Anruf im Studio hatte. Immerhin war er sich sicher, dass ein Signal raus ging. Radio ist schon spannend.
Es ist das erste Mal, dass ich meine Stimme aufzeichne und sie im Vergleich mit anderen Stimmen erlebe. Da ich offensichtlich sehr leise spreche, muss ich näher ans Mikro. Am Mittwoch war ein Sprecherziehungskurs, der aber leider schon voll war. Bleiben die Regler zum Hochziehen beim Schnitt zum "Normalisieren" des Volumens. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich in einem Chor beginne.
Friday, May 16, 2008
98 Prozent der Sachsen lassen sich feuerbestatten, habe ich auf der PIETA 2008 erfahren. Mit dem Wegfall des Sterbegeldes haben die Ordnungsamt- und Sozial-Bestattungen zugenommen. Seit 2003 gibt es den Facharbeiter im Bestattungswesen. Und die Friedhofsruhe ist nach wie vor bindend: Es gibt also nur wenige Wege zur Diamant-Bestattung, die bis jetzt noch sehr kostenintensiv ist und nur einen Teil der Asche betrifft. Es sei wichtig, Trauer zu verorten - der Tote müsse frei zugänglich sein, argumentieren die städtischen Bestatter in Dresden, einer Stadt, in der Stadtgrün und Abfallwirtschaft gemeinsam verwaltet werden. Bei Umgehung der Friedhofsruhe befürchten die Bestatter eine Umwandlung der Friedhöfe in Parks, da sie dann nicht mehr traditionell genutzt werden - Raum für Slackplaces.
2003 habe ich manchmal auf Michael Spleths Stimmfärbung im Satellitenradio geachtet, wenn ich mich nicht ins Internet einwählen konnte - als ob wir Blickkontakt hätten - obwohl mir klar war, dass zwischen dem, was er gesagt hat, und dem, was ich gehört habe, 12 Sekunden lagen. Es war ganz unmittelbar. Wie Kino. Weihnachten 2003 habe ich dann die Bohemian Rhapsody gehört, als er auf Sendung war. "Reality" & "Fantasy" gingen da bei mir nahtlos ineinander über. Er hatte die Rhapsody ein zweites Mal innerhalb weniger Tage aufgelegt.
Hab mich dann bis ins auDDite Hörfunkstudio "vorgearbeitet", um zu ahnen, wie es ist, auf der anderen Seite zu sein. Es ist schon verrückt, wie sich alles verschiebt, sobald ich ein Mikrofon in der Hand halte, obwohl ich keine Ahnung habe, wer zuhört. Jede Bemerkung bekommt dann so eine Schwere. Hab zuerst "fertigen Text" abgelesen, um mich an das Mikro zu gewöhnen, und meine Stimme aufgezeichnet. Das nächste Heureka kam dann beim Bearbeiten der Datei mit Samplitude. Eine Steigerung war dann die Aufzeichnung einer Pressekonferenz. Bis zum Vieraugengespräch mit Mikro habe ich mich bis jetzt noch nicht vorgewagt. Das wird am kommenden Freitag. Hab eine Band ins Studio eingeladen: Jeff Smart. Der Übergang vom Lektorat in einem winzigen Verlag zum Live-Senden im Hörfunk ist ein gewaltiger Sprung für mich.
Hab mich dann bis ins auDDite Hörfunkstudio "vorgearbeitet", um zu ahnen, wie es ist, auf der anderen Seite zu sein. Es ist schon verrückt, wie sich alles verschiebt, sobald ich ein Mikrofon in der Hand halte, obwohl ich keine Ahnung habe, wer zuhört. Jede Bemerkung bekommt dann so eine Schwere. Hab zuerst "fertigen Text" abgelesen, um mich an das Mikro zu gewöhnen, und meine Stimme aufgezeichnet. Das nächste Heureka kam dann beim Bearbeiten der Datei mit Samplitude. Eine Steigerung war dann die Aufzeichnung einer Pressekonferenz. Bis zum Vieraugengespräch mit Mikro habe ich mich bis jetzt noch nicht vorgewagt. Das wird am kommenden Freitag. Hab eine Band ins Studio eingeladen: Jeff Smart. Der Übergang vom Lektorat in einem winzigen Verlag zum Live-Senden im Hörfunk ist ein gewaltiger Sprung für mich.
Thursday, May 15, 2008
Apropos "Was geschah": Hab gerade eine Zahlungsaufforderung für die Bereitstellung eines Zugangs bekommen, obwohl ich ihn nicht genutzt habe. Als ich davon zurücktreten wollte, weil ich bei der Bestätigung in dem Spam nicht gesehen hatte, dass die Bereitstellung Kosten verursacht, behauptete der am anderen Ende, die Kosten seien auf der Seite deutlich suchtbar positioniert. "Für die Teilnahme an fabrikverkauf.com gilt der bei der Bestellung angegebene Preis von 59,95 €."
Wednesday, May 14, 2008
Samplitude
Das Programm ist störrisch und setzt unangenehm viel Basiswissen voraus. Es erklärt sich kaum selbst und reagiert streckenweise nur auf Tastaturbefehle statt auf die Maus. Bin müde.
Bin doch nicht in den Sprecherziehungskurs gekommen. Er war schon voll. Morgen abend bin ich im Schillergarten. Dort zeichnen wir bis 24 Uhr Dixiland auf und schneiden danach bis 4 Uhr. Ich hab zwei Freikarten für die Bestattungsmesse zur Pressekonferenz bekommen. Sie hat an drei Tagen geöffnet. Vielleicht lasse ich mir das Aufnahmegerät am Sonntag geben und gehe zu den Ständen. Es ist eine Fachmesse ohne Publikumsverkehr. Das letzte Mal sei kaum Publikum gekommen. Es ist die einzige Bestattungsmesse deutschlandweit. Die Diamant- und die Naturbestattung interessieren mich. Die meisten städtischen Bestattungen erfolgen per Feuerbestattung, nur 1,6 Prozent sind Erdbeisetzungen. Immer mehr wählen die anonyme Bestattung auf der Wiese, bei der bis zu zwanzig Urnen auf einem Wiesenstück vergraben werden, die einzelne Urne aber nicht exhuminiert werden kann.
Irgendwann schreibe ich meinen Nachruf
Dunkelheit ... Licht,
Angst und Mißtrauen ... Liebe,
Verzweiflung ... Lust,
Neid ... Lebensfreude.
Ich war zur Pressekonferenz der Pieta 2008.
Angst und Mißtrauen ... Liebe,
Verzweiflung ... Lust,
Neid ... Lebensfreude.
Ich war zur Pressekonferenz der Pieta 2008.
Tuesday, May 13, 2008
Im Radio war alles überwältigend neu. Warum da so viele Reglerknöpfe sind, ist mir unverständlich. Ich muss mir jeden Handgriff einzeln und mehrfach erklären lassen. Am 23. Mai will ich Jeff Smart und Harald Helbig vorstellen.
Monday, May 12, 2008
Hab grad gelesen, dass inzwischen Schamlippenverkleinerung in Narkose angeboten wird. Dass bei Colitis ulcerosa sogar Colektomien ohne Anus-praeter-Rückverlagerung gemacht werden, habe ich gestern dazu gelernt und gleich wieder einen schizoiden Schub bekommen. Was heißt schizoid ... Es war wahrscheinlich kein Wahn: Da schneidet einer einfach weg, was passager stört, statt es zu sanieren und alle Welt nimmt es gelassen hin, inklusive der Betroffenen, die ihre Schamgrenze glücklicherweise so weit überwindet, dass sie überhaupt von der OP spricht. Nie wieder Narkosen machen, nie wieder jemandem Gelegenheit geben, seinen Gegenüber unwidersprochen zu verstümmeln. Ich bin immer noch wütend. Hab den halben Vormittag nach Stoma-Badeanzügen gesucht vor lauter Wut. Warum hat die sich operieren lassen, statt es konservativ zu behandeln? Warum kenne ich sie erst so kurz? Warum verdammt hat der den Darm gleich entfernt, statt ihn ruhigzustellen? Mir ist einsam. Am 19. Mai geht Mutter in die Klinik. Bis jetzt ist das, worauf sie sich einlässt, noch überschaubar. Vater kauzt wegen seinem Rücken rum und scheint keine Lust zum Muskelaufbau zur Schmerzreduktion zu haben. Es fehlt nicht viel, dass er sich auf irgendeinen OP-Tisch legt, um wahllos Hüfte und Rücken revidieren zu lassen. Warum sehnen sich Menschen nur so nach Einschnitten? Und warum ist es inzwischen so leicht, unters Messer zu kommen? Indikationsgerechtes Veräußern von Krankenversicherungsleistungen ... Das passt zu der Invasivpsychiatrie, die ich kennengelernt habe. Wenn Geld und Leistung marktnäher verknüpft sind, muss schon ein sehr übersichtlicher Informationspool verfügbar sein, um sich vor Fehlentscheidungen schützen zu können. Schamlippenverkleinerung ... Verdammt. Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr aufregen soll - über dieses irrwitzig operative Begleiten von Angstschiss oder über die kitzlernahe Beschneidung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass reduzierte Schamlippen keinen Einfluss auf die Erregbarkeit der Headschen Zone haben. Ich muss schon wieder an den Surfer denken, der nach Akustikusneurinom-OP und Gesichtsplastik jedes Mal zwinkerte, sobald er schluckte. Der Neurochirurg war ein Idiot. Bloß nicht so genau hingucken, hatte ich mir vorgenommen, um nicht zu explodieren. Gesurft ist er wie ein Gott. Ob er einen guten Anwalt hatte, um die OP-Folgen finanziell auszugleichen, weiß ich nicht. Wie ausweglos Beratungsgespräche mit Chirurgen sind, kann ich auch nur ahnen, ausgehend von den anästhesiologischen Aufklärungsbögen der 90er Jahre. Zum Glück ist das alles lange her. Ich freu mich auf das Praktikum bei auDDite. Etwas Schönes zu erleben tut gut. Irgendwann sind die Selbsthilfegruppen in Sachsen hoffentlich auch so interaktiv wie die Freier im Sachsenforum.
Mich würgt es immer noch wenn ich an den Idioten denke, der Tim einen Zahn gezogen hat, weil er die Vitalitätskontrolle nach Lokalanästhesie gemacht hat. Ich war nicht dabei. Verdammt, ich war nicht dabei. Bin schon wieder in Kalaschnikoff-Stimmung und kein bißchen sachlich. Irgendwo ein Mikro und dann open end labern, bis der Letzte eingeschlafen ist oder zu kotzen anfängt, ist es nicht. Ich hab noch keine Ahnung, was ich die einzelnen Bands frage. Vielleicht Biografisches. Ob das verbindet? Ich muss positiv denken, grübel. Ich will. Ich will positiv denken. Warum kenne ich noch keinen Dresdner Produzenten und Songwriter? Ich habe noch nicht mal einen Suchweg.
Mich würgt es immer noch wenn ich an den Idioten denke, der Tim einen Zahn gezogen hat, weil er die Vitalitätskontrolle nach Lokalanästhesie gemacht hat. Ich war nicht dabei. Verdammt, ich war nicht dabei. Bin schon wieder in Kalaschnikoff-Stimmung und kein bißchen sachlich. Irgendwo ein Mikro und dann open end labern, bis der Letzte eingeschlafen ist oder zu kotzen anfängt, ist es nicht. Ich hab noch keine Ahnung, was ich die einzelnen Bands frage. Vielleicht Biografisches. Ob das verbindet? Ich muss positiv denken, grübel. Ich will. Ich will positiv denken. Warum kenne ich noch keinen Dresdner Produzenten und Songwriter? Ich habe noch nicht mal einen Suchweg.
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