Wege gehen - Ziele erreichen
Das Notebook vor Augen
Saturday, June 14, 2008
AuDDite ist Programmbestandteil des Senders Neon425, und der wiederum gehört zum Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) der rund um die Uhr ins das Dresdner Kabelnetz auf der Frequenz 104,25 sendet. Da diese Frequenz im Juli aus Kostengründen wegfällt, wird der SAEK nur noch im Internet senden, dann aber wahrscheinlich von Leipzig aus. Schlimmstenfalls fallen dann sämtliche Livesendungen von den anderen Standorten weg und werden nur noch einzelne Beiträge gesendet. Aus diesem Handicap heraus entschloss sich die Redaktion von auDDite ihre Sendung im Internet live auszustrahlen. Vor Ort ist das mit einigen Diskrepanzen hinsichtlich der Computerauslastung verbunden, so dass die auDDite-Redaktion wahrscheinlich ein eigenes Büro anmieten wird. Da ich aber nur noch einen Monat Praktikum dort mache, bevor ich wieder zurück ans Berufliche Trainingszentrum gehe, berührt mich das nur am Rande, als Voyeur.
Friday, June 13, 2008
Es ist noch gar nicht so lange her: 2003 war das. Da konnte ich nicht den Fernseher anschalten, ohne mich beobachtet zu fühlen. Besonders bei "Welt der Wunder" und bei "Galileo" ging mir das so. Dabei baute sich eine fast unerträgliche Spannung auf. Das ging so weit, dass eine Klinke auf dem Bildschirm auftauchte, sobald ich die Tür öffnete. Begonnen hatte es damit, dass ich scheinbar die Einzige in der Familie war, die das Notebook hochfahren konnte. Plötzlich schien alles vernetzt zu sein. Ich habe mich schließlich bei der Redaktion von "Welt der Wunder" für ein Praktikum beworben und in dem Vierteljahr dort das, was ich wahrgenommen hatte, relativiert. Blieb die Illusion, der im Radio liest mich, während er sendet. Um damit rationaler umzugehen, mache ich grad das Praktikum bei auDDite. Leider hatte ich das Notebook bis jetzt nicht neben dem Mikro. Aber das Unmittelbare der Wahrnehmung lässt inzwischen nach, auch wenn im Assoziationsblaster nur selten nachzuvollziehen ist, warum sich der Bildschirm genau so aufgebaut hat und wer außer mir zu dem Zeitpunkt Zugriff auf die Blasterseite und damit auf die Datenbank hat. Aber in der Straßenbahn ist es ja ähnlich: Du betrittst einen Raum, erfasst nur einen Bruchteil der Passanten und ahnst kaum, wer dich wahrnimmt, geschweige denn, wie. Letztendlich ist das ja auch kaum von Bedeutung für deinen Weg, egal, wie einsam dir gerade ist mitten in der unverbindlich anonymen Weite des Augenblicks. Sonst passiert es dir irgendwann, dass du nicht mehr auf einem roten Sofa liegen kannst, nur weil Oliver Geissen in rotem Shirt auf dem Bildschirm auftaucht. Acht Hörer hatten wir letzte Woche. Ich war aufgeregt wie selten, wie beim Zelten auf der unbekannten Kreuzung.
Gestern meldete sich Andree. Er hat nach mir gegoogelt. Meine Haut ist trocken. Mcnep schrieb gestern von einer Futsparre zum Fettabscheiden, als ich vom verstopften Spülenabfluss geschrieben hatte. Bin sofort eingeschlafen. Ich fühle mich so leer. Enrico will sich scheiden lassen und lässt sich da nicht reinreden, nicht mal wenn er an Andrees Trinkerei denkt. Ich schlafe in letzter Zeit oft ein, auch mitten am Tag. Mia habe ich noch nicht gesehen. Was ist wirklich wichtig? Nachher gehe ich zur Museumsnacht-Pressekonferenz - mit Enrico. Ich habe Angst vorm Motorradfahren. Ich werde die Bahn nehmen. Die zwei Taschen schlenkern zu sehr fürs Motorrad. Ich sehne mich so nach Uwe. Heute bin ich im Schnitt, während er sendet. Tomatensuppe wäre schön. Mal sehen, wie ich das mache. Tim hat ja heute Training. Vielleicht mache ich den Schnitt auch erst nächste Woche. Träumen ... Irgendetwas Greifbares ... Meine Halluzinationen lassen nach. Vielleicht kann ich das Risperdal bald weglassen. Die Verkehrsmeldungen irritieren mich jedenfalls nicht mehr. Vielleicht lässt dann auch diese bleierne Schwere nach. N. hat ihre Weisheitszahn-OP verschoben. Noch einen Monat bis zum Ende des Praktikums. Dann geht es wieder nach Radebeul. Jokubeit hat Ein-Euro-Jobber eingestellt. Raik ist sehr schön, Bowi auch. Mir ist einsam.
Thursday, June 12, 2008
auDDite ist offline. Im Blaster schreibt der Australier wieder unverständliches Zeug. Enrico hat eine Ersatzadresse eingerichtet.
Wednesday, June 11, 2008
Hab die Adresse von einem Milchbauern im Schönfelder Hochland für einen Hörfunkbeitrag über das Landleben bekommen. Es gab mal Tage, an denen mich Namenshäufungen verunsichert haben: Heute ist Friebel-Tag. Zweimal Friebel in zehn Minuten.
1. Milchbauer Friebel für den Beitrag übers Landleben
2. Werbeagentur Friebel für die Live-Übertragung vom Elbhangfest
Diesmal fühle ich mich nicht beobachtet, schreibe es aber trotzdem auf, um zu relaxen. Kennst du das, dich irritiert etwas, und du kannst erst wieder entspannen, wenn du es ausgesprochen hast?
Beim Elbhangfest will ich ein Wäschelabyrinth auf den Wachwitzer Elbwiesen vorstellen. Da die Installation den ganzen Tag ist, will ich mich zu einem Interview-Termin verabreden. Das wird schwierig: Mit Aufnahmegerät und Fahrrad. Mal sehen, ob das mit Rucksack geht.
1. Milchbauer Friebel für den Beitrag übers Landleben
2. Werbeagentur Friebel für die Live-Übertragung vom Elbhangfest
Diesmal fühle ich mich nicht beobachtet, schreibe es aber trotzdem auf, um zu relaxen. Kennst du das, dich irritiert etwas, und du kannst erst wieder entspannen, wenn du es ausgesprochen hast?
Beim Elbhangfest will ich ein Wäschelabyrinth auf den Wachwitzer Elbwiesen vorstellen. Da die Installation den ganzen Tag ist, will ich mich zu einem Interview-Termin verabreden. Das wird schwierig: Mit Aufnahmegerät und Fahrrad. Mal sehen, ob das mit Rucksack geht.
Wenn ich in Charlottenburg an irgendwas überhaupt nicht gedacht habe, dann daran zusammengeschlagen zu werden – eher an bestürzte Langeweile, sobald ich jemanden nach dem Weg gefragt habe in diesem Einödhausen. Hab grad ein Tief: The Flying Windmill ruft nicht zurück. Hab sie für Freitag zu auDDite eingeladen, aber gesagt, dass wir nur acht Hörer haben. Ich hätte wahrscheinlich jeden einzeln vorstellen sollen. Vielleicht geht aber auch nicht mal auf den eigenen Server ein Signal, wie letzte Woche. Das war´s dann für die Aufzeichnung. Yuhuu, The Flying Windmill kommen!!!!!!!!!! Ich bin glücklich. Boah, war das befreiend.
>>>>>"Wir kommen auf dich zugeflogen
>>>>>Nicht mit dem Flugzeug, nicht mit dem Zeppelin
>>>>>Nicht auf dem Rücken eines Vogels
>>>>>Auf keinem springenden Delphin
>>>>>Nur mit uns'rem Haus, mit dem Stühlen und dem Bett
>>>>>Ganz einfach nur so, mit dem Schrank und dem Klo..."
Nina hat letztens einen Trickfilmkurs im Medienkulturzentrum, in dem »mein« Radio ist, belegt, um ihren Kosmonauten zu bewegen. Der Film ist ganz witzig und taucht jetzt auch auf dem Philia-Cover auf. Der Trickfilmlehrer hat eingeräumt, dass dem Film eine Dramaturgie fehlt und dazu einen alten DEFA-Film rausgekramt. Außerdem ist Franz (Philia) nicht bereit, bei auDDite aufzutreten. Klar, dass die erste Band, die ich vorstelle, The Flying Windmill sein muss. Jetzt ist Nina grad unterwegs nach Berlin zu einem Konzert, natürlich mit Franz. Martin erzählte, dass jedes Jahr zu den Filmnächten dreitausend Leute den Trickfilm sehen und dass er regelmäßig ausverkauft ist. Sogar Tim hatte ihn gesehen. Immerhin läuft er am 7.8. und nicht am 6.7. zum Geburtstag von XXX XXXXX
>>>>>"Wir kommen auf dich zugeflogen
>>>>>Nicht mit dem Flugzeug, nicht mit dem Zeppelin
>>>>>Nicht auf dem Rücken eines Vogels
>>>>>Auf keinem springenden Delphin
>>>>>Nur mit uns'rem Haus, mit dem Stühlen und dem Bett
>>>>>Ganz einfach nur so, mit dem Schrank und dem Klo..."
Nina hat letztens einen Trickfilmkurs im Medienkulturzentrum, in dem »mein« Radio ist, belegt, um ihren Kosmonauten zu bewegen. Der Film ist ganz witzig und taucht jetzt auch auf dem Philia-Cover auf. Der Trickfilmlehrer hat eingeräumt, dass dem Film eine Dramaturgie fehlt und dazu einen alten DEFA-Film rausgekramt. Außerdem ist Franz (Philia) nicht bereit, bei auDDite aufzutreten. Klar, dass die erste Band, die ich vorstelle, The Flying Windmill sein muss. Jetzt ist Nina grad unterwegs nach Berlin zu einem Konzert, natürlich mit Franz. Martin erzählte, dass jedes Jahr zu den Filmnächten dreitausend Leute den Trickfilm sehen und dass er regelmäßig ausverkauft ist. Sogar Tim hatte ihn gesehen. Immerhin läuft er am 7.8. und nicht am 6.7. zum Geburtstag von XXX XXXXX
Ich hab gestern SR1 und SWR3 gehört und dabei jeden Gedanken in den www.assoziations-blaster.de geschrieben. Plötzlich hatte ich das Gefühl, in ein Intranet zu geraten, mich nicht mehr mit den anderen Blasterern austauschen zu können, je mehr ich schrieb. Ich war tatsächlich nur noch auf dir Software zurückgeworfen und kam ins Grübeln, was ich tatsächlich suche. Losgegangen damit ist es, nachdem Tim gestern verzweifelt war, weil Nina ohne ihn ins Konzert nach Berlin gefahren ist und niemand von uns Rage Against the Machine so gut fand wie er. Außerdem hatte Peter Liebertz auf dem SR1 zu XXX XXXXX "Du bist näher dran" gesagt. Das genügte, dass ich mich schon wieder danach gesehnt habe, dass XXX XXXXX mich liest. Seit Jahren dreht sich alles in meinem Kopf nur darum, ob er mich beachtet und vielleicht mag. Aber da bin ich nicht die Einzige. Der Blaster ist dementsprechend wichtig für mich, zumal ich da auf meine eigenen Gedanken zurückgeworfen bin. Aber gestern war ich tatsächlich allein im Blaster. Wie eine Laborratte. Nur Schmuddeleinträge ringsum. Irgendwann fand ich dann meine eigenen Gedanken schmuddlig. Das tat weh, so neben mir zu stehen. Ich hätte Tim gestern gern umarmt. Es gab eigentlich nichts, wonach ich mich mehr gesehnt hätte, als ihn zu umarmen. Ich war wie gelähmt, durch seine Wut. Martin tat so unberührt. Ich sei nicht der Heilsbringer, hat er mir vor die Füße gekotzt. Letzte Woche hat er eine Vorlesung gehalten, um Professor zu werden und danach alles wütend weg geschmissen. Ich weiß noch nicht, was ich The Flying Windmill frage. Acht Hörer hatten wir letzte Woche. Heute rufe ich beim Bund Deutscher Milchbauern an, um jemanden zu finden, mit dem ich einen Beitrag über das Landleben für Radio Bremen mache. Am liebsten hätte ich den Blaster am Freitag mit im Studio. Ein bißchen ist Blasten wie ins Mikro sprechen: Du siehst den Anderen nicht und ahnst nicht, ob du überhaupt wahrgenommen wirst - grad so wie bei Graffiti.
Tuesday, June 10, 2008
Er ist unverheiratet, hat eine klare Stimme und fährt täglich stundenlang Auto. 26 Schüler betreut er. Ein Teil von ihnen war vorher in Frankreich und kommt ursprünglich aus Mecklenburg und Brandenburg. Er ist Lehrer und Therapeut ... Seit gestern bricht die SR1-Übertragung bei "I will fly" ab. Jetzt wieder. 29.90 Euro kostet ein Flug von Berlin nach Saarbrücken mindestens ... Er war nach der Wende noch nie im Osten. Hab ihm von der Cynetart erzählt. Ich wäre gern integrativer.
Blaster
Mcnep überlegt, ob es strafbar ist, sich als Damenwäscheträger in die Nähe eines Kinderspielplatzes zu setzen und eine Fleischerfachzeitschrift zu lesen.
Das Henning schrieb zu Ruine: "'Ich bin eine sensitive Lebensform und verlange hiermit Asyl', sagte der Computer zu den Anwesenden Zuhörern."
Das Henning schrieb zu Ruine: "'Ich bin eine sensitive Lebensform und verlange hiermit Asyl', sagte der Computer zu den Anwesenden Zuhörern."
ich hoffe, du hast den tag ausgeruht beginnen können. hat deine schule eine homepage? das konzept klingt interessant. vielleicht taucht dein kater ja doch wieder auf. ein kollege sagte mal zu mir: "jeder, der kommt, nimmt ein stück von dir mit." aber manchmal taucht er ja wieder auf ... einzeln & frei. ich bin froh, dass ich nicht mehr im krankenhaus bin. so, als journalist, ist die wiederbegegnung nicht selbstzerstörerisch. mir hat immer geholfen, mich an diesem menschenfließband als austauschbar zu erleben, ohne liebe als last zu erleben. schade, dass du nicht verheiratet bist. aber deine schule scheint sehr familiär zu sein.
Monday, June 09, 2008
Am liebsten würde ich jetzt telefonieren, aber das wäre wahrscheinlich ernüchternd. Vielleicht träume ich lieber noch ein bißchen. 22.40 Uhr ist eine verdammt gute Zeit zum Träumen. Der ist bestimmt verheiratet.
Segregation der Generationen als Konzept: We´re Family? Globetrotter sucht Globetrotterin.
Die CDU hat die OB-Wahl in Dresden 46 Prozent erreicht. Gewinnt sie die Stichwahl am 22. Juni, regiert eine ehemalige Krippenerzieherin die Stadt. Ganztagsschulen sind ihr wichtig. Über die Freiwilligkeit des Angebots habe ich sie noch nichts sagen hören, bei solchen Bewahrorten für Demente wie dem in Prohlis, als sie ihn eröffnete, auch nicht. "Somewhere over the Rainbow" ... Es hat den Charme eines Asylbewerberheimes. Immerhin spielte die Familie beim Wahlslogan der sächsischen CDU eine zentrale Rolle. Aber mit einer birmesischen Bambusstange ist es nicht getan, wenn das Mehrgenerationenhaus in Dresden immer mehr zur Utopie rudimentiert, Sesshaftigkeit nicht lohnt und anonyme Urnenfelder auf dem Vormarsch sind. Ob Helma Orosz das Innovatorium fördern wird, bleibt abzuwarten, zumal sie sich im Vorfeld der Wahl zu konkreten Projekten bedeckt hielt.
Sunday, June 08, 2008
einsam
und er stellte sich im halbkreis auf.
grad so als ob er allein war.
was er macht, sobald er sich
unbeobachtet fühlt? träumen. open end.
es war schwer, ihm nicht zuzuschaun.
grad so als ob er allein war.
was er macht, sobald er sich
unbeobachtet fühlt? träumen. open end.
es war schwer, ihm nicht zuzuschaun.
Subscribe to:
Posts (Atom)